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„Wie katholisch ist der 'katholische Kontinent' heute noch? Pfingstkirchen und Verschiebungen des konfessionellen Gefüges in Lateinamerika“


Bonn, 15.11.2016 (cz) - Lange galt Lateinamerika ohne Zweifel als der „katholische Kontinent“. Die katholische Missionierung, die mit der Kolonialisierung durch die Spanier und Portugiesen einherging, bestimmt seit Jahrhunderten die religiöse Prägung des Subkontinents. Auch heute lebt rund die Hälfte der KatholikInnen weltweit in den Ländern Lateinamerikas. Allein in Brasilien gelten weiterhin zwei Drittel der Bevölkerung als katholisch.

Seit einigen Jahrzehnten wandelt sich die religiöse Landschaft Lateinamerikas. zur katholischen Kirche gesellen sich in der Region insbesondere protestantische Pfingstkirchen nach US-amerikanischen Vorbild dazu. Tausende Menschen fühlen sich von dem emotionsbasierten Kirchenstil der evangelikalen Gruppen angezogen.

Am 9. November 2016 zeichnete Michael Huhn von der Bischöflichen Aktion Adveniat auf Einladung des Ibero-Clubs gemeinsam mit der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft die Geschichte der Evangelisierung Lateinamerikas mit dem Schwerpunkt der Pfingstgemeinden nach. Anschaulich und mitreissend beschrieb er auch die aktuelle Situation. Beispielhaft für den hohen Zulauf der Pfingstgemeinden bezeichnete Huhn die Wahl des Bürgermeisters von Rio de Janeiro am 30. Oktober 2016, bei der die „Cariocas“ den Bischof einer der größten Pfingstgemeinden, der Igreja Universal do Reino de Deus, Marcelo Crivella, zum neuen Bürgermeister wählten. Huhn dazu: "Dass ein Mitglied einer Pfingstkirche ein solches Amt bekleidet, wäre im „katholischen Brasilien“ früher undenkbar gewesen".

Der Zulauf der Pfingstgemeinden sei auch dadurch begründet, dass die neuen Gemeinden eine "Theologie des Reichtums" verkünden. Mit Worten wie "Gott will, dass ihr reich werdet" finden sie vor allem bei den Armen ein offenes Ohr, so Huhn.  Sein Appell: die katholische und die "historischen" evangelischen Kirchen sind gefordert, neue Wege zu finden, um alle Menschen auch in Zukunft zu erreichen. 

Der Abend mit Michael Huhn war eingebettet in die Veranstaltung des Ibero-Clubs gemeinsam mit der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft zum Thema „Wie katholisch ist der 'katholische Kontinent' heute  noch? Pfingstkirchen und Verschiebungen des konfessionellen Gefüges in Lateinamerika“.


„TANGO: Musik und Migration - Kultur und Bevölkerung am Río de la Plata" 


Bonn, 29.10.2016 (cz) - Der Historische Gemeindesaal in Bad Godesberg war die perfekte Kulisse für das Tango-Konzert des Ibero-Clubs und der Arbeitsgemeinschaft für interkulturelle Begegnung (AFIB). Der argentinische Bandoneón-Spieler Fabián Carbone, führte durch einen Abend leidenschaftlicher, ausdrucksstarker Musik der Arbeiter des letzten Jahrhunderts.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind Argentinien und das benachbarte Uruguay von einer massiven europäischen Zuwanderung geprägt. Beide Länder entwickelten nach der Kolonialzeit eine nationale Kultur und gewannen dabei ihr heutiges Profil. Eine erhebliche Rolle spielte dabei die Musik, teils als Erbe der ländlichen Tradition, teils im Gepäck der Zuwanderer, und schließlich in Gestalt des Tango als authentische Kreation der Einwanderungsgesellschaft. Hier zeigt sich die neue Identität entwurzelter Europäer fernab der Heimat. Was sagt uns diese Musik heute in Zeiten einer weltweiten Migration?

Während Fabián Carbone durch seine Darbietung das Publikum in den musikalischen Bann zog, erklärte Raimund Allebrand von AFIB die historische Entwicklung des Tango und seine  Eigenschaften. Die Immigration der Europäer und die Sorgen dieser Einwanderer waren ausschlaggebend für den Erfolg dieser Musik. Allebrand präsentierte die drei Themen, die er in seiner Recherche über den Tango und in seinem Buch veröffentlicht hat, die in den Tango-Liedern wiederzufinden sind: Die Sehnsucht nach der hinterlassenen Heimat, die verlorene Liebe und der Schlag des Schicksals. Mit diesen Gedanken ging das Publikum in die Pause und konnte sich bei einem Glas Wein über das Thema Tango und die Migration unterhalten.

Der zweite Teil des Abends begann mit Zeitzeugnissen damaliger Migranten: "Es nahm für immer meine Träume fort", so wurde das damalige Buenos Aires beschrieben.

Musik und Text des Tangos spiegeln die Nostalgie und auch teils eine depressive Stimmung von Migranten wider. Beides zusammen führte im Tango zum weltweiten Erfolg des neuen Genres. Laut Allebrand spricht aus dem Tango die Seele des Menschen, seine Erfahrungen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens - gerade wenn jemand alles zurücklassen musste. Der Tango ist eine der existentialistischsten Ausdrucksformen der Kultur.

Bei so einem Abend kann die Geschichte des Bandoneón nicht fehlen. Jenes Instrument, das nach dem Deutschen Heinrich Band benannt ist, wurde im Jahre 1844 erstmals hergestellt und ist bis heute das wichtigste Instrument für den Tango. Über die Ankunft dieses Instruments in Argentinien gibt es viele Geschichten. Laut Allebrand ist die glaubwürdigste die Folgende: Als Paraguay den Krieg mit Argentinien Anfang der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts verlor, nahmen die Argentinier vermutlich einige Instrumente als Kriegsbeute von den deutschen Einwanderern aus Paraguay mit.

Die mehr als 70 Teilnehmer/innen waren begeistert von der Darbietung. Mit „Adiós Nonino" von Astor Piazzolla dankte Carbonelli dem Publikum.

 

„Transfiguraciones de la cultura cubana: isla, exilio y sociedad civil en la "etapa raulista": 2006-2014“

 

Bonn, 24.9.2014 (cz) - Kuba ist ein Land vieler Facetten, die der Autor Amir Valle in seinen Publikationen aufgreift. Das tägliche Leben und die Mentalität der kubanischen Bevölkerung waren bei der Lesung im Ibero-Club gemeinsam mit DeCub e.V. am 24. September 2014 dabei genauso Thema wie die politische Entwicklung des Landes. Mit Texten aus seinem Werk, darunter auch bisher unveröffentlichten Teilen, gab Valle vor fast 50 Interessierten einen berührenden Einblick in Gesellschaft, Politik und Kultur. Den literarischen Eindruck ergänzte Valle mit einem Überblick über die vorangegangene Regierung, die Oppositionsbewegung und mögliche Szenarien des jetzt eingeläuteten politischen Übergangs. Die schriftstellerische Freiheit erlaubt hier reelle, aber auch imaginäre Ausblicke auf mögliche Zukunftszenarien.

Amir Valle wurde in Guantánamo geboren, studierte Journalismus an der Universidad de Santiago de Cuba und später an der Universität von Havanna. Als Journalist arbeitete er in Cienfuegos und Havanna, Bekanntheit erlangte er jedoch vor allem als Krimiautor. Seine schriftstellerische Karriere begann er mit einer Krimi-Reihe über das aktuelle Leben im Zentrum von Havanna. Seine nicht nur in Kuba veröffentlichten Geschichten wie auch Literaturkritiken wurde vom kubanischen Regime kritisch gesehen, international jedoch gelobt. So wurden seine Bücher mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem "Premio Internacional Rodolfo Walsh" (2007) oder dem "Premio Internacional de Novela Mario Vargas Llosa" im Jahr 2006. Valle wohnt in Berlin und gibt dort die hispanoamerikanische Zeitschrift OtroLunes heraus.

  

„Viver e trabalhar na Alemanha – Profissionais qualificados dos países lusófonos no mercado de trabalho"

 

Bonn, 17.09.2014 (cz) - Viele Menschen aus Portugal, Brasilien und den lusophonen Ländern Afrikas haben die Chancen des deutschen Arbeitsmarktes erkannt. Der demografische Wandel bewirkt eine hohe Nachfrage nach Fachkräften und bietet neue Berufsperspektiven. Deutschland verzeichnet eine steigende Einwanderung aus lusophonen Ländern. Für viele stellt sich erst vor Ort die Frage: wird mein Berufsabschluss anerkannt? Kann ich in meinem Beruf arbeiten?

 

Die Bundesregierung will die berufliche Integration von Fachkräften mit ausländischen Abschlüssen in den Arbeitsmarkt nunmehr erleichtern.  Seit dem 01. April 2012 ist das neue Anerkennungsgesetz in Kraft. Dieses Gesetz sieht erstmals vor, dass in ganz Deutschland nach einheitlichen Kriterien ausländische Berufsqualifikationen auf Gleichwertigkeit zu deutschen Abschlüssen geprüft werden. Das Gesetz öffnet und vereinfacht somit den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.

 

Mit der gemeinsamen Veranstaltung von Lernnet, der IHK Bonn/Rhein-Sieg und dem IBero-Club informierten Experten über die neuen Entwicklungen des deutschen Arbeitsmarktes, Beratungsangebote zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und weitere Aktivitäten für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Denn arbeiten bedeutet mehr als einen Job verrichten: Arbeiten heißt gleichzeitig leben und ankommen in der deutschen Gesellschaft, Sprache und Kultur.

 

Konsulin MARIA MANUEL DURÃO, Generalkonsulat von Portugal, und Jürgen Hindenberg, Leiter für Berufsbildung und Fachkräftesicherung der IHK Bonn/Rhein-Sieg eröffneten die gut besuchte Veranstaltung. Helena Marinho Rodrigues, ZAV Magdeburg, sowie Sebastian Atmer, LerNet Bonn/Rhein-Sieg e.V. gaben wertvolle Tipps und Hinweise auf weitere Ansprechpartner. Über ihre Erfahrungen als portugiesisch-sprachige Zuwanderer berichteten Júlio C.M. Matias (Lehrer) und Ana Sofia Pais das Neves Paulo (Krankenschwester). Die Veranstaltung, die erste der IHK , die vollständig auf portugisiesisch erfolgte, wurde von Dr. Claudio Zettel vom Ibero-Club Bonn moderiert.

  

Chile und Bolivien auf E-Bikes durchs Siebengebirge

 

Bonn, 1. Juli 2014 (cz) - Chilenen und Bolivianer auf E-Bikes im Siebengebirge unterwegs! Im Rahmen der kommunalen Klimapartnerschaft zwischen der Stadt Bonn und Linares (Chile) und La Paz (Bolivien) wagten sich die Mitglieder hochrangiger Delegationen auf eine gut 40km weite Radtour durchs Siebengebirge. Die Stadt Bonn hatte die E-Bikes freundlicherweise zur Verfügung gestellt, der Ibero-Club begleitet die Tour. Der Bürgermeister von Linares, Rolando Renteria Möller ist überzeugt, dass "die E-Bikes auch eine Alternative für die Kommune von Linares" sein können.

 

Familienbäume begeistern Groß und Klein

 

Bonn, 14. März 2014 (cz) – Auf dem Familientag im Rheinischen Landesmuseum Bonn bot der Ibero-Club einen ungewöhnlichen Service an: Familienbaum-Basteln! Nicht nur Kinder liessen sich begeistern und trugen am Stand des Clubs die Namen von Geschwistern, Eltern, Großeltern auf bunten Kartonblättern ein. Mit Unterstützung der Eltern kam sogar mancher Name von Urgroßeltern auf die „Bäume“!

  

Karwanderung des Ibero-Clubs

 

Bonn, 13.4.2014 (cz) - Was paßt besser zur Fastenzeit als eine Wanderung entlang einem der Lebensspender unserer Region: der Wahnbachtalsperre? Wasser wird in vielen Ländern Lateinamerikas ein knappes Gut. Dank der Wahnb achtalsperre, haben wir dieses vor Ort beständig und in hervorragender Qualität verfügbar. Mit rund 1 Mio. Kubikmeter Wasser versorgt der Stausee etwa die gleiche Anzahl von Menschen in Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis wie auch angrenzenden Kreise. Rund zwei Dutzend Mitglieder des Ibero-Club kamen mit auf eine kurzweilige Erkundungstour. Unterhaltungen erfolgten wie immer im informellen Wechsel auf spanisch und deutsch. Der Weg führte an der Trinkwasseraufbereitungsanlage vorbei über die 52 m hohen Staudamm und das Pumpwerk Seligenthal. Nach einer Umrundung des Steimelskopfes mit der schönen Aussicht über das Siegtal und in die Kölner Bucht schloss die Wanderung mit einem stärkenden Picknick ab.

 


Rätsel der Maya-Kultur: Staat, Schrift und Kalender

 

Bonn, 30.4.2014 (cz) – Das Rätsel der Maya-Kultur entschüsseln half Prof. Dr. Inés de Castro, Direktorin des Stuttgarter Linden-Museums, in einem fesselnden Vortrag zu Staat, Schrift und Kalender der Maya am Mittwoch, 30. April 2014 im Iberoclub.

 

Die Entzifferung der Hieroglyphen und neue Ausgrabungen in Mexiko und Guatemala haben in den letzten zehn Jahren einen neuen Einblick in die Welt der vorspanischen Maya-Kultur eröffnet, die zwischen dem 3. und 10. Jahrhundert n. Chr. in den Ländern Mittelamerikas in Blüte stand. Professor Castro begab sich auf den Spuren der legendären Maya, und gab Einblicke in ihre Kultur und Geschichte. Ein Blick auf die heutige Maya-Bevölkerung zeigte die lebendige Gesellschaft Mexikos zwischen Tradition und Moderne.

 

Prof. Dr. Inés de Castro ist seit 2010 Direktorin des Linden-Museums, Stuttgart. Sie wurde 1968 in Buenos Aires geboren. Vor ihrer Tätigkeit in Stuttgart war sie stellvertretende Direktorin und Kuratorin der ethnologischen Sammlungen des Roemer- und Pelizaeus in Hildesheim. Promotion und Studium der Ethnologie und Altamerikanistik absolvierte sie an der Universität Bonn.

Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit sind die Kulturen Mesoamerikas.

 

Erste spanisch-portugiesische Bücherbörse in Bonn ein voller Erfolg

 

Bonn, 14.2.2014 (cz) - „Jedes Mal, wenn ich in Spanien bin, bringe ich mir einen Koffer voll Bücher mit“, sagte eine Teilnehmerin an der ersten spanisch-portugiesischen Bücherbörse in Bonn. Die Bücher hier „günstig zu bekommen oder mal eines in einem Bücherstand zu finden, ist nicht leicht.“ Der Ibero-Club organisierte mit seinen Mitgliedern eine Börse, die diese Lücke im Kulturangebot schließt. Am 8. März lud der gemeinnützige Verein zur ersten spanisch-portugiesischen Bücherbörse in Bonn ein. Die Bücherbörse stand unter dem Motto: „tauschen statt kaufen“. Spanische, portugiesische oder Bücher iberoamerikanischer Autoren in deutscher Sprache waren willkommen und konnten getauscht werden. Die rege Beteiligung bewies, dass es vielen Menschen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis ähnlich wie der einen Teilnehmerin geht. Fast 100 Mitglieder des Clubs oder Leseinteressierte aus der Region hatten Bücherregale und Speicher auf spanische und portugiesische Bücher durchsucht und nutzten die Möglichkeit, um gelesene Bücher einzutauschen und sich Inspirationen für andere Bücher zu holen. Kleine Büchermengen wurden von Mitgliedern des Ibero-Clubs oder den befreundeten binationalen Vereine auf ehrenamtlicher Basis vorher entgegen genommen, größere Büchermengen wurden von Besitzern selber zum Tausch angeboten. Auch wer ausschließlich Bücher abzugeben hatte oder „nur“ neue Leseanregungen suchte, war willkommen.

 

Gerade das Segment fremdsprachiger Literatur ist für die internationale Stadt Bonn mit zahlreichen Menschen aus dem iberoamerikanischen Sprachraum wie auch Deutschen mit binationalen Biographien ein wichtiges kulturelles Element: Bücher sind eine wichtige Brücke in die Heimat. Im Ausland gelesen, kann Gothes „Harzreise im Winter“ oder eine „Schachnovelle“ von Stefan Zweig plötzlich einen ganz neuen Beiklang von Wehmut bekommen. Das Gefühl der Verbundenheit kennt jeder, der in einem Buch über Orte und Ereignisse gelesen hat, die er oder sie selber gesehen hat. Für Kinder und Jugendliche können Märchen und Sagen den Zugang in ihre eigene Gesellschaft bedeuten. Das erste Buch, die erste Geschichte weist den Weg in Gesellschaft und Literatur. Bücher tragen damit gleichzeitig zum besseren Verständnis eines weiteren Kulturkreises bei.

 

Für das Segment der spanisch- und portugiesischsprachigen Bücher schaffen weder die über das Stadtgebiet von Bonn verteilten Büchersäulen noch Flohmärkte Abhilfe. Für den Iberoclub war es daher naheliegend, den Versuch einer Bücherbörse zu starten. „Das Interesse der zahlreichen Bonner Institutionen, die mit der Region oder dem Thema verbunden sind, ist groß“, sagte Dr. Claudio Zettel, Präsident des Ibero-Clubs Bonn. Die stets gut besuchten Veranstaltungen und Sprachkurse des Vereins zeigen, dass die iberoamerikanische Kultur in Bonn sehr präsent ist. Durch Institutionen und Unternehmen wie der Romanistik und Altamerikanistik der Universität Bonn, der Deutschen Welle, den Vereinten Nationen oder der GIZ ist ein iberoamerikanischer Schwerpunkt in der Region entstanden, der sich in den aktiven binationalen Vereinen widerspiegele. Nach der ersten Börse und dem diesjährigen Testlauf ist auch im kommenden Jahr eine weitere Tauschbörse vorgesehen.

 

Der Ibero-Club Bonn organisierte die Bücherbörse in den Räumlichkeiten der Musikschule in Bonn-Bad Godesberg mit Unterstützung der Stadt Bonn. Musikalisch untermalt wurde der Tag von Sebastian Rodriguez (Klavier) und Paco Lorente (Bandoneon) die Professionalität und Einfühlungsvermögen in einer hervorragender Darbietung von traditionellem iberoamerikanischen Liedgut verbanden und auch akustisch in die Region entführten. Das Ambiente wurde abgerundet durch Kuchen und belegten Brötchen, die ausgiebiges Lesen und Diskutieren ermöglichten.

 

 

Zu wenig Wasser - Zu viel Wasser?

Bonn, 19.02.2014 (cz) -Wo wenig Wasser ist, könnte es in Zukunft noch weniger geben - zumindest auf der Westseite der Anden ist dies ein wahrscheinliches Szenario. Die Ostabdachung der Anden in Südamerika dagegen könnte zeitweise unter viel zu viel Wasser leiden: extreme Hochwasser in Brasilien oder Überschwemmungen in La Paz haben sich leider bereits heute viel zu häufig ereignet. Was wird vorbeugend getan, was ist zu tun? Experten und Expertinnen des ITT der FH Köln gemeinsam mit dem Lateinamerika-Zentrum e.V. und Ibero-Club Bonn e.V. diskutierten am 19. Februar 2014 neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus aktuellen Forschungsprojekten und präsentierten erfolgreiche Projekte wie das Frühwarnsystem in La Paz oder ein Projekt für einen zukünftigen Park im Norden Lima, der aus Nebelfängern gespeist wird.

Prof. Dr. Lars Ribbe, Direktor des ITT, stellte den neuesten IPCC -Report vor und relativierte die Verlässlichkeit der Prognosen von Klimaphänomenen: "hier lassen sich nur anhand von Wahrscheinlichkeiten Vorhersagen treffen, die einer großen Schwankungsbreite unterliegen". Alexandra Nauditt, Leiterin des BMBF-Forschungsprojektes "Steigerung der Wassernutzungseffizienz im semiariden Chile" gab einen Einblick in die Dürreproblematik in Zentralchile, ergänzt von Alicia Bustillos, die aus ihrer PhD-Forschung zum Hochwasser im Staat Rio Beispiele extremer Überschwemmungen und Hintergründe dessen benannte. Durch den Abend moderierte Dr. Claudio Zettel, Präsident des Ibero-Club Bonn und Vizepräsident des LAZ, der gleichzeitig das Projekt "2 Grad mehr - na und?" sowie die kommunalen Klimapartnerschaften der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises mit Lateinamerika vorstellte. Ergänzt wurde das Programm durch die musikalischen Darbietungen  von Alexandra Nauditt (Geasng) und dem argentinischen Pianisten Sebastián Rodriguez (Ibero-Club). Zu hören war unter anderem der bekannte Bossa Nova "Retrato em Branco e Preto" von Antonio Carlos Jobim aus Brasilien. Die Veranstaltung wurde von der Stadt Bonn gefördert und ging aus einer Kooperation zwischen dem Ibero-Club Bonn, dem Lateinamerika-Zentrum e.V. (LAZ) und dem Institute for Technology and Resources Management in the Tropics and Subtropics (ITT) der Fachhochschule Köln hervor.



Bonn, Dezember 2013 (cz) - Nebelfänger in Lima, Bäche, die in La Paz einfach im Boden verschwinden und ein Schulgarten aus hängenden PET Flaschen in Chile waren Thema bei der Einweihung der Ausstellung „2 Grad mehr – na und?“ in der VHS in Bad Godesberg. Das... Projektteam hatte die Ausstellung vorbereitet, die Einweihung wurde gemeinsam mit dem Ibero-Club und der VHS durchgeführt. Wer sich für Informationen und Fakten zum klimatischen Geschehen in Chile, Peru, Brasilien und Bolivien interessiert, kann die Ausstellung noch bis zum 20. Dezember 2013 in der VHS in Bad Godesberg besichtigen.
(Weitere Fotos: Titel anklicken)
 
 
Internationaler Gesprächskreis der IHK für Bonn gegründet
 
Bonn, Dezember 2013 -  Das internationale Potenzial des Standorts Bonn/Rhein-Sieg stärker nutzen möchten die Teilnehmer der Gründungsveranstaltung des internationalen Gesprächskreises, zu der die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg eingeladen hatte.... „Der Standort Bonn/Rhein-Sieg verfügt über eine einzigartige internationale Struktur, die sich u. a. durch die Präsenz von ausländischen Konsulaten und Botschaften sowie durch eine Vielzahl internationaler und bilateraler Ländervereine auszeichnet“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Der Ibero-Club Bonn e.V. war ebenfalls dabei und nutzte die Gelegenheit, um Kontakte aufzufrischen und neue zu knüpfen.
 
 
Bonn, November 2013 (cz) - Was bewegt Chile heute, von welchen Ereignissen wurde Chile in den letzten 40 Jahren bewegt? Eine Machtübernahme von Pinochet, ein Plebiszit, Rückkehr zu Demokratie, wechselnde politische Richtungen? Dieses Jahr sind 40 Jahre seit dem Militärputsch in Chile vergangen, der damals eine demokratisch gewählte Regierung ablöste. Der Putsch bedeutete in der politischen Entwicklung des Landes eine herbe Zäsur. Seitdem hat sich viel verändert: das Militär wurde friedlich abgelöst, das Land in eine Demokratie überführt. Jetzt stehen erneut Präsidentschaftswahlen an. Der bisherige Amtsinhaber darf laut Verfassung bei diesen Wahlen nicht wiedergewählt werden, zumindest ein personeller Wechsel ist damit vorgegeben
.
 Pia Godoy, gebürtige Chilenin, trug am 13. November 2013 im Ibero-Club Interessantes, Bewegendes und Überraschendes zur Geschichte und den aktuellen Präsidentschaftswahlen zusammen - Zeitzeugen reflektierten ihre Erlebnisse während der vergangenen 40 Jahre. Mit einer überzeugenden Analyse und den authentischen Berichten aller Zeitzeugen entstand im Rahmen eines gelungenen Abends eine intensive und kontroverse Diskussion Ibero-Club.
 
 
Eine Frage der Perspektive....
 
Bonn, Oktober 2013(cz) - "Paz, Justiça e Liberdade“ damit schmückt sich die brasilianische Drogenbande Comando Vermelho. In den Favelas von Rio markieren sie mit diesem Spruch ihre Drogenverkaufsplätze, in Liedern besingen sie damit ihren Herrschaftsanspruch – zum Entsetzen der Menschen, die ihre Angehörigen in den Drogenkriegen verloren. Ein neuer Polizeityp, die Unidade de Polícia Pacificadora, versucht zwischen den Fronten zu vermitteln. Aber wenige Monate vor Fussball-Weltmeisterschaft und Olympiade in Brasilien scheinen alle ...Projekte des Landes nur noch auf dieses Datum hin ausgerichtet zu sein. Julia Luhnau und Denise Krammer fingen die Stimmung in den Favelas von Rio filmisch ein. Ihre Dokumentation wurde mehrfach ausgezeichnet. Wir zeigen ihren Film und bieten
Gelegenheit zur Diskussion mit beiden. Musikalische untermalt wird der Abend von der brasilianischen Sängerin Denise Krammer. Eine gemeinsame Veranstaltung von Ibero-Club und Deutsch-Brasilianischer Gesellschaft. http:// www.aquestionofperspective. org/der-film
Ein nachdenklicher stimmender Abend - Der Dokumentarfilm von Julia Luhnau und Josefine Borrmann über Favelas, einen neuen Polizeityp, das Comando Vermehlo und die Weltmeisterschaft in Brasilien. Abgerundet mit Musik von und mit Denise Krammer.
 
 
Die Renaissance  des argentinischen Tangos  
 
Bonn, September 2031 (cz) - Der argentinische Tango feiert Renaissance in Europa. Der Ibero-Club feierte am 26. September 2013 in Bonn mit. Tango satt gabs am 26. September im Iberoclub: Geschichte rund um die Geschichte des Tango von nostalgischen Liedern, bizarren Einfällen eines Astor Piazzolla zum pos...tmodernen Elektrotango. Nostalgie und Abschied bestimmen sein Timbre und seine Liedtexte bis heute. RAIMUND ALLEBRAND erzählte aus der Geschichte des Tango und präsentierte herausragende Texte in deutscher Übersetzung, PATO LORENTE interpretiert klassische und avantgardistische Tango-Titel auf dem Bandoneón – eine musikalische Reise zum Río de la Plata!
 

Sommerfest mit Hauskonzert

Bonn, September 2013 (cz) - Grillen, Klönen und als Abschluss ein spontanes Hauskonzert mit dem Konzertpianisten Sebastian Rodriguez, der die argentinische „Klassik“ beherrscht wie wenige andere in Deutschland – die Mitgliedes des Iberoclubs liessen es sich am 14. September 2013 auf dem Sommerfest des Iberoclubs gut gehen! Wer nichts verpassen möchte und das nächste Mal dabei sein will, soll sich rechzeitig bei uns melden: sekretariat@iberoclub.de

 

Vivir y trabajar en Alemania - 140 Teilnehmende wollten Genaueres wissen

Bonn, August 2013 (cz) -  „Vivir y trabajar en Alemania.“ Welche Chancen bietet der deutsche Arbeitsmarkt für Fachkräfte mit spanischsprachigem Hintergrund? Dies war das Thema einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von IHK Bonn/Rhein-Sieg mit LerNet Bonn/Rhein-Sieg e.V. und dem Ibero-Club Bonn e.V. . Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Konsulat der Republik Argentinien in Bonn. Mit 140 Teilnehmern fand die Veranstaltung großen Anklang bei der spanischsprachigen Bevölkerung im Rheinland.  

„Der Arbeitsmarkt in der Region Bonn/Rhein-Sieg bietet Fachkräften aus Spanien und Lateinamerika neue Potenziale. Der demografische Wandel und die hohe Nachfrage nach Fachkräften bei uns stehen hohe Arbeitslosenraten in vielen spanischsprachigen Ländern gegenüber“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Mit dem neuen Anerkennungsgesetz soll der Zuzug von Fachkräften erleichtert werden.

Sebastian Atmer von Lernnet kennt sich damit aus und kann helfen: eine kostenlose Eingangsberatung kann bei ihm in Anspruch genommen werden. Das Gesetz sieht vor, dass in ganz Deutschland nach einheitlichen Kriterien ausländische Berufsqualifikationen auf Gleichwertigkeit zu deutschen Abschlüssen geprüft werden. Anlaufpunkt bietet auch Stephan Münch von der IHK Bonn/Rhein-Sieg: Er unterstützt Antragsteller insbesondere auch darin, zu identifizieren, welcher deutsche Berufsabschluss dem ausländischen Berufsabschluss am ehesten entspricht. Auch die stellvertretende argentinische Konsulin Victoria Stöger und der spanische Generalkonsul Francisco de Asis Aguilera Aranda hoben in Grußworten die Bedeutung des Gesetzes vor, mit dem die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern auch dahingehend erweitert werden, dass der gegenseitige Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert wird. Abgerundet wurde das Programm durch Beiträge von Dario Thomas, Fachkräfteberater der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Sebastian Atmer, Anerkennungsberater von LerNet e.V., Artur Kalnins von der Academica Espanola de Formacion – Spanische Weiterbildungsakademie e.V. sowie einem Praxisbericht nach einer Anerkennung von Norbert Iudicca. In einer angeregten Diskussionsrunde unter Moderation von Dr. Claudio Zettel stellten sich die Experten vielen Fragen der meist selbst betroffenen Beteiligten. „Ein rundum gelungener Abend“, fand auch Giesa Seidel, Geschäftsführendes Vorstandmitglied von LerNet e.V. Zum ersten Mal wurde zudem in den Räumen der IHK Bonn/Rhein-Sieg eine Informationsveranstaltung in spanischer Sprache durchgeführt.

Was verstehen Sie unter "Gutem Leben"? -Buen Vivir Umfrage auf Bonner Entwicklungstag

Bonn, Mai 2013 (cz) -  Was verstehen Sie unter "gutem Leben" (buen vivir)? Dies fragten wir  am 25.5. 2013 Menschen in Bonn. Die Befragung war gemeinsam mit dem Netzwerk für Entwicklung vorbereitet worden, eine gedruckte Postkarte mit eigener „Briefmarke“ lag dafür vor.  Die Antworten von Bonner Bürgerinnen und Bürgern waren durchaus überraschend.....Um es vorweg zu nehmen: „mein Haus, mein Auto, mein Schwimmbad“ waren nicht dabei. Statt dessen sind es vor allem Gesundheit, soziale Kontakte sowie ein Leben in einem friedlichen politischen und stabilem wirtschaftlichen Umfeld, das Menschen bewegt.

Die Umfrage wurde im Rahmen des Entwicklungstages vom Ibero-Club gemeinsam mit dem Verein Bonn La Paz, dem Lateinamerikazentrum und weiteren Institutionen gestellt. 300 Menschen stellten sich der Frage und diskutierten intensiv mit. Gefördert wurde der deutschlandweite Entwicklungstag von der Stadt Bonn sowie Engagement Global im Auftrag des BMZ. Es ist geplant, diegleiche Umfrage auch in Lateinamerika durchzuführen. Die Ergebnisse sollen dann in Deutschland und Lateinamerika vorgestellt  werden.

 

Delegationen aus Chile und Bolivien beeindruckt von Bonner Umweltschutz

Bonn, Mai 2013 (cz) - Gesundes Leben und Umwelt sind untrennbar verbunden und ein Kulturgut Deutschlands, stellten die zwei Delegationen aus Chile und Bolivien fest, die vom 28. April bis 5. Mai 2013 zu Gast in Bonn waren. Beide Delegationen mit insgesamt neun Vertreterinnen und Vertretern aus La Paz (Bolivien) und Linares (Chile) waren beeindruckt von der Umwelt- und Klimamaßnahmen, die in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis umgesetzt werden. Die sauberen Strassen, Mülltrennung oder die zahlreichen Radwege und Radfahrer sind in Deutschland selbstverständlich, sagte Rolando Ramon Renteria Möller, Bürgermeister der Stadt Linares, der die chilenische Delegation leitete

Auch die Delegation aus La Paz unter Leitung von Janina Sanchez Dunn, die die Stadt international vertritt, schätzt den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt und den zahlreichen Maßnahmen, die auf kommunaler, betrieblicher oder gesellschaftlicher Ebene umgesetzt werden, als vorbildlich ein. „Mit der Stadt Bonn freuen wir uns, seit kurzem im Bereich der Frühwarnung und dem Katastrophenschutz in einem gemeinsamen Projekt zu kooperieren“, so Sanchez. 

Im Rahmen des Besuchsprogramms standen entsprechend Fachbesuche bei der Müllverbrennungsanlage, Wasseraufbereitungsanlage, dem Klärwerk oder einer Bürgersolaranlage auf dem Programm. Gespräche wurden auch mit kommunalen Vertretern, dem Umweltamt der Stadt Bonn und der städtischen Feuerwehr oder auch der Universität Bonn und in Bonn ansässigen internationalen Institutionen geführt. Besonders einprägsam und gelungen fand die Gruppe aus Lateinamerika den Besuch eines Melkroboters in Lohmar, bei dem Kühe selber entscheiden, wann sie gemolken werden möchten, und des Archehofes in Windeck, der sich der Rettung aussterbender alter Hausrassen widmet.

Vorbereitet hatten die Stadt Bonn gemeinsam mit dem Verein Bonn – La Paz und dem Ibero-Club die Besuche. In enger Kooperation bringen sich alle drei seit 2012 in ein Projekt der „Kommunalen Klimapartnerschaft“ ein, in dessen Rahmen auch diese Besuche stattfanden. Begleitet wird die Kooperation interrnational auch durch das Umweltministerium in Chile, vertreten durch Mariela Valenzuela und dem wissenschaftlichen Partner, der Universität in Talca, die in Bonn durch Pablo Yanez vertreten war.

Die Stadt Bonn verbindet eine Städtepartnerschaft mit La Paz und seit Oktober 2012 auch Klimapartnerschaften mit den Städten La Paz und Linares. Ziel der Klimapartnerschaften ist es, im Austausch voneinander zu lernen und gemeinsame Klimaprogramme zu beschließen und umzusetzen. Das Projekt der kommunalen Klimapartnerschaften wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit über Engagement Global /SKEW gefördert.


„Kolumbien und Peru – Das neue Kraftzentrum in Südamerika“

Köln/Bonn, April 2013 (cz) - Kolumbien und Peru gemeinsam mit den boomenden Ländern Mexiko und Chile bilden die lateinamerikanische Pazifik-Allianz – und ein neues Kraftzentrum in Südamerika. Dies unterstrichen die Botschafter von Kolumbien und Peru in Deutschland, S.E. JUAN MAYR MALDONADO (Kolumbien) und S.E. JOSÉ ANTONIO MEIER (Peru) in Ansprachen vor rund 100 Interessierten, die am 17.  April 2013 auf Einladung der Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG), dem Lateinamerika Verein, Kölner Presseclub und Ibero-Club zusammengekommen waren. Mit der Pazifik-Allianz „Alianza del Pacifico“ wurde ein starkes Bündnis für Freihandel und wirtschaftliche Integration begründet. Der ernsthaften Willen für die Intensivierung der Zusammenarbeit ist da. Die Bündnispartner haben den Start einer Freihandelszone angekündigt. Mit einer Allianz, die auf  den Pfeilern stabiler Wirtschaften und Politik gebaut sind, eröffnen sich auch für die  Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Lateinamerika neue Chancen. Hierauf schauen mit wachsendem Interesse auch die Unternehmen. Unternehmer kooperieren längst länderübergreifend, wie JORGE GRÜNBERG, deutschstämmiger Präsident der „Banco Financiero“ in Perú oder FRANK HUMMEL, Direktor der SoWiTec group GmbH, betonten. Dennoch könnte mit dieser Allianz eine neue Qualität in der Zusammenarbeit wie auch regionalen Kooperation entstehen.


 
Argentinischer Tangoabend mit Verkündigung eines argentinischen Papstes
 
Bonn, März 2013 (cz) - Argentinischer Tango vom Feinsten – inclusive Live-Verkündigung eines argentinischen Papstes! Mitten während des fantastischen Piazzolla Konzertes am 13. März 2013 im Iberoclub erreichte die Nachricht das Auditorium. Die Begeisterung zur mi...treissenden Performanz von Sebastian Rodriguez aus Buenos Aires (Piano), Ursula Lippke (Querflöte) und Vera Wiese–Herzhoff (Cello), die musikalisch das Leben des bekanntesten argentinischen Tango-Interpreten und Komponisten Astor Piazzolla nachzeichneten, war kaum zu steigern. Aber die Verkündigung der Ernennung eines argentinischen Papstes während des Konzertes war dann doch eine Nachricht, die die anwesenden Argentinier aufjubeln ließ. Nein, übertrieben ist es nicht: dieser Abend mit ausgezeichneten Musikern plus Papstverkündigung wird unvergesslich für jeden Anwesenden sein.

Generationenauktion von Werken Alexander-von-Humboldts am 22. / 23. März in Köln

 Bonn/Köln, März 2013 (cz) – Seine Werke kennt jeder Lateinamerika-Liebhaber: Alexander von Humboldts Reiseberichte der Forschungsreise, die ihn 1799–1804 nach Amerika führte.

Das ledergebundene imposante Werk Humboldts und seines Graphikers Aimé Bonpland „Voyage aux régions équinoxiales du Nouveau Continent“  mit 12 Bänden kann am 22. März im Auktionshaus „Lempertz“ (heute Venator & Hanstein) ersteigert werden. Karl-Heinz Knupfer, Auktionator des renommierten Auktionshauses, über diese Ausnahmeauktion: „Dies ist ein Werk, welches in jeder Generation nur einmal angeboten wird“.

Während der Eröffnungsveranstaltungs zur Auktion am 15. März griff ein heutiger  Lateinamerikaexperte den Faden Humboldts auf. Der Botaniker Prof. em. Dr.  Wilhelm Barthlott (Bonn) zeichnete die Reise Humboldts nach, die ihn mit „traumwandlerischer Treffsicherheit“ in die Gegenden der weltweit größten Biodiversität geführt hatten. Eindruckvoll für jeden Naturwissenschaftler sind die Auswertungen Barthlotts über die Anzahl neu entdeckter und beschriebener Pflanzen und Tiere. Mit der Reise Humboldts gingen diese weltweit exponentiell nach oben.

Die Werke Humboldts sind das Prunkstück der Auktion an 22. März. Versteigert werden insgesamt 862 Gegenstände. Den passenden Geldbeutel sollten Interessierte allerdings mitbringen. Einstiegspreis nur für das Humboldtsche Hauptwerk sind 60.000 EUR. Kenner gehen davon aus, dass erst bei einem Vielfachen des Einstiegspreises der Zuschlag zu erwarten ist.

Weitere Informationen: Auktion 126 am Freitag, 22. März 2013 ab 9:30 Uhr  und Auktion 127 am Samstag, 23. März 2013, ab 10:00 Uhr. info@venator-hanstein.de und www.venator-hanstein.de

 

„Das Besondere der Schokolade –  die Verführung aus Lateinamerika“

Bonn, Februar 2013 (cz) - Die Azteken und vor ihnen die noch älteren mesoamerikanischen Hochkulturen, wie die Maya und den Olmeken, kannten die Kakaopflanze bereits seit fast 4000 Jahren. Die Europäer lernten sie erst im 16. Jahrhundert im Zuge der Conquista Mexikos kennen und schätzen: die Kakaopflanze. Der Kakao ist inzwischen aus Europa kaum wegzudenken. Deutschland ist eines der Länder mit dem höchsten Schokoladenkonsum in der Welt, pro Kopf werden jedes Jahr mehr als 11 kg Schokolade konsumiert. Nicht verwunderlich daher, dass sich deutsche Spitzenforschung mit dem Kakao beschäftigt: Die Biologin Dr. Silke Elwers, aufgewachsen in Lissabon/Portugal, arbeitet seit 1998 in der Erforschung und der Qualitätsbewertung von Kakao. Sie ist Co-Autorin des „Cocoa Atlas 2010“, einem Instrument zum Qualitätsvergleich von Rohkakao. Seit 2009 kümmert sie sich als technische Beraterin um das Management der nachhaltig bewirtschafteten Kakaoplantagen des deutschen Unternehmens ForestFinance GmbH.

Am 20. Februar 2013 berichtete Silke Elwers im Ibero-Club in Bonn über die fesselnde Historie des Kakaos, seine Verbreitung und Zusammensetzung, wirtschaftliche und soziale Bedeutung. Bei den Azteken galt der Kakao als heilig, Kakao wurde als Zahlungsmittel verwendet. Die Vorzüge des Kakaos erkannten auch die Spanier schnell. Obwohl die damalige Zubereitung eines herben Gewürztrankes vom heute verbreiteten meist süßen Kakaogetränk geschmacklich deutlich unterscheidet, wurde das „braune Gold“ quer durch die Kulturen geschätzt.

Die heutige Kakaoproduktion hat allerdings auch Schattenseiten. Der meist kleinbäuerliche Anbau in Lateinamerika und Afrika ist vor allem in afrikanischen Ländern häufig begleitet von unwürdigen Bedingungen wie Kinderarbeit. Als Konsument lassen sich die Produktionsumstände teilweise auch von Europa aus steuern, z.B. durch den Kauf von entsprechend zertifizierter Schokolade. Anlaß für ForestFinance, vertreten durch Geschäftsführer Olaf von Meegen, den Teilnehmenden des Abends Kostproben von fair gehandelter Schokolade aus den Edelkakao-Anpflanzungen des Unternehmens in Panama mitzugeben. Auch eine flüssige Kostproben fehlte nicht: eine heiße Azteken-Schokolade beschloss den Abend mit einer feurigen Chili-Note. „Ein sehr gelungener Abend, der alle Sinne angeregt hat!“ kommentierte eine Teilnehmerin begeistert. Dem lässt sich nicht widersprechen.

 

Traditionelle Textilproduktion in Bolivien als Ausdruck der Kultur 

 Bonn, Januar 2013 (cz) - Textilien kommen in den Anden besondere Bedeutung zu.  Über Textilien werden Traditionen weitergegeben, Geschichten erzählt, Erlebtes fortgeschrieben und Zugehörigkeiten festgesetzt – in weit größerem Umfang als in Europa. Stoffe, Hüte, Kleider sind ebenso wie ihr Produktionsprozeß Teil der traditionellen andinen Kultur. Über Jahrhunderte wurden die Produktionstechniken in kleinen Dorfgemeinschaften, den comunidades, vor allem von Frauen entwickelt. Heute ist diese Technologie im Rückgang begriffen. Das liegt nach Einschätzung von Elvira Espejo zum einen an einer Inflation von international gehandelten Billigtextilien auf dem bolivianischen Markt, zum anderen auch daran, dass traditionelle Textilien seitens der bolivianischen Regierung eher als Teil der Folklore und weniger mit ihrer Bedeutung für den kulturellen und politischen Bereiches eingestuft werden.  Elvira Espejo zeigte auf Einladung der Universität Bonn, dem Kompetenznetz Lateinamerika, dem Forum Internationale Wissenschaft und dem Ibero-Club am 31. Januar 2013 in Bonn auf, wie der traditionelle Entstehungsprozess der Textilien von der Haltung der Lamas bis zum Weben, Färben und Vermarkten des endgültigen Produktes aussieht.  Sie erforscht mit hohem Engagement für die comunidades neue wie auch traditionelle Wege für Bolivien, Weben als ästhetische und politische Praktik zu einem Teil der politischen Öffentlichkeit in Bolivien zu machen. Elvira Espejo wurde in Qaqachaka (Provinz Abaroa, Oruro, Bolivia) geboren und ist Künstlerin, Weberin, Erzählerin. Sie studierte an der Academia Nacional de Bellas Artes in La Paz, an der sie 2004 ihren Abschluss erwarb.  

Ausstellungen ihrer Webkünste sind vor allem auf dem lateinamerikanischen Kontinent zu sehen. Sie ist Co-Autorin der Veröffentlichungen “Hilos sueltos”, “Los Andes desde el textil” (2007). Als designierte Direktorin des Instituto de Lengua y Cultura Aymara in La Paz, Bolivien, plant Elvira Espejo noch weitere Projekte, um die Webkunst als Kommunikationsform auch weiterhin lebendig zu erhalten.

 

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Stand: 30.11.2016
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